Geschichte der Shriners

Shriners International ist zunächst einmal eine Bruderschaft.

Ihre Anfänge nahm sie in Manhattan im Jahre 1870, als einige Mitglieder der ältesten bekannten Bruderschaft – der Freimaurer – in ihrer Stammbar saßen. Ihnen wurde bewusst, dass die Freimaurerei, die aus den Gemeinschaften der Steinmetze und Handwerker des Mittelalters hervorgegangen war, ein wenig zu stark auf Ritualen basierte. Diese Männer wollten eine Bruderschaft, in der Spaß und Kameradschaft im Vordergrund standen.

Zwei dieser Herren – Walter M Fleming, M.D. und Billy Florence, ein Schauspieler – griffen die Idee auf und verfolgten sie weiter. Florence hatte nach dem Besuch auf einem Fest eines arabischen Diplomaten den Einfall, eine Gesellschaft mit dem Thema Naher Osten zu gründen. Fleming gab dem Ganzen eine Form, indem er der Bruderschaft ihren Namen gab und die Einführungsriten, die Rituale und Regeln festlegte. Zusammen entwarfen Fleming und Florence das Emblem der Bruderschaft, legten einen Gruß fest und bestimmten, dass der rote Fez mit der schwarzen Quaste die offizielle Kopfbedeckung der Gemeinschaft sein sollte.

Der erste Verband, Mecca Shriners, traf sich 1872 in New York City. Als die neue Organisation bekannt wurde, wuchs die Mitgliederzahl rasch an und eine Verbreitung über die gesamten USA fand statt. Im frühen 20. Jahrhundert breitete sich die Gemeinschaft in Kanada, Mexiko und Panama aus. Heute gibt es etwa 340.000 Shriners, die 193 Verbänden in den USA, Mexiko, auf den Philippinen, in Puerto Rico und der Republik von Panama angehören.